SO LERNEN KIDS DAS ABC

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Laden Sie hier Druckvorlagen / Übungsbögen zum händischen Training der „Hamburger Druckschrift“ herunter (PDF):
Buchstaben A-K / Buchstaben L-V / Buchstaben W-Z

Einfache Wörter A-V / Einfache Wörter W-Z

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Grundsätzlich ist das Erlernen der Schriftsprache anders zu bewerten als das Sprechen zu beherrschen. Die Sprache lernen die Kleinen durch Nachahmung von dem, was sie von den Erwachsenen hören. Das geht wie von selbst und bedarf keiner besonderen Anleitung. Sie plappern einfach alles nach und munter drauflos. Bei dem Erlernen der Schrift verhält sich das Ganze etwas anders. Einige Kinder interessieren sich schon sehr früh für die Zeichen aus der Erwachsenenwelt und beginnen bereits im Kindergarten mit ihren ersten Versuchen einzelne Buchstaben zu schreiben. Manche können sogar schon vor der eigentlichen Einschulung lesen. Andere Sprösslinge brauchen dafür länger, teilweise bis ins zweite Schuljahr hinein. Unterschiede der Entwicklungsstufen gibt es in jeder ersten Klasse. In vielen Fällen kommen Kinder durch ältere Geschwister, die ihre Hausaufgaben machen müssen, schneller mit den Dingen in Kontakt als Einzelkinder. Wenn in den Unterrichtsstunden der Erstklässler die Unterschiede berücksichtigt werden, stellt es kaum ein Problem dar, wenn ein Kind bereits lesen kann, auch wenn die anderen Kids sich noch mit dem Merken der einzelnen Worte und Zeichen abmühen. Probleme gibt es allerdings, wenn der klassische Frontalunterricht durchgezogen wird. Dann tritt der größte Feind des Kindes, die Langeweile, aktiv ins Leben.

DER WEGFALL DER ALTBEWÄHRTEN SCHREIBSCHRIFT

An immer mehr Schulen wird keine Schreibschrift mehr gelehrt, sondern nur noch Grundschrift oder Druckbuchstaben. Viele Experten warnen jedoch davor und befürchten, dass durch diese nicht fließende Schriftart der tiefere Bewusstseinsprozess beim Schreiben verlorengeht. Aufgrund fehlender Vorgaben liegt der Trend hin zu dieser Grundschrift begründet. In Deutschland werden an den meisten Grundschulen derzeit noch vier verschiedene Schrift in den Unterrichten integriert. Die Druckschrift und als Schreibschrift die Lateinische, die vereinfachte Ausgangsschrift im Westen und die Schulausgangsschrift im Osten des Landes.

MIT WELCHEN ÜBUNGEN UNTERSTÜTZE ICH MEIN KIND AM SINNVOLLSTEN?

Gute Methoden sind unter anderem die Unterhaltung mit den Kindern, das gemeinsame Singen oder Sprachspiele zu machen, die für das Erkennen und Deuten genutzt werden können. All das können Eltern machen, um das Verständnis der Kinder für die einzelnen Zeichen zu erhöhen.

Wir kennen das doch noch selbst aus unserer Kindheit. Einige Bücher, die uns von den Erwachsenen vorgelesen wurden, vergisst man in seinem ganzen Leben nicht. Kindern Texte vorzulesen erzeugt ein eigenes Kino im Kopf und das beflügelt die Fantasie. Sie stellen sich ihre eigenen Helden und Figuren aus den Büchern vor und dadurch wird ihre Kreativität gefördert. Auch erweitert dieses regelmäßige Vorlesen den Wortschatz und das Verständnis für die unterschiedlichen Laute. Wer seinem Nachwuchs regelmäßig etwas vorliest, unterstützt nicht nur das Einschlafen, sondern auch die Konzentrations- und Kommunikationsfähigkeit des Kindes erheblich. Doch Welche spielerischen Methoden bringt den Kleinen mehr?

Sehr hilfreich und unterstützend kann es auch sein, ein Plakat im Kinderzimmer aufzuhängen, auf den die Worte mit dem jeweils passenden Anlautbild dahinter zu erkennen sind. Beispielsweise A = Affe oder T = Tiger. Dazu sollten idealerweise immer Stift und Papier in Reichweite liegen, damit der Sprössling auch malen und mit ihrer eigenen Schrift experimentieren können. Auch in vielen Grundschulen hängen diese Plakate oder Tafeln mit den Anlautbildern in Tabellenform, um den Kleinen das Verständnis zwischen den Bildern und Worten näher zu bringen. Schaffen Sie zum Lernen auch eine optimale Atmosphäre. Schalten Sie im Hintergrund YouTube-Videos mit entspannender Musik ein oder nutzten Sie ein spezielles Internetradio mit Lounge, Lofi oder „Study“-Musik.

HANDSCHRIFT ODER TASTATUR – WAS IST BESSER?

Gute Lernpartner für die Verbindung zwischen dem gesprochenen und dem geschrieben Wort sind auch digitale Geräte. Es gibt spezielle Programme, die laut nachsprechen, welchen Zeichen oder Wort das Kind eingetippt hat. So merkt es sich durch diese Spiegelung einfacher, welche Laute es geschrieben hat. Jedoch auch die eigene Handschrift zu trainieren ist eine Grundvoraussetzung, die zum Zeichen deuten genutzt werden muss. Eine Kombination aus beiden Methoden ist hier durchaus empfehlenswert.

FRÜHES LESEN – EIN ZEICHEN VON INTELLIGENZ?

Bei den stolzen Eltern stellt sich jedoch auch häufig die Frage, ob sie diesen frühen Lerneifer wirklich fördern sollen. Durch die Eltern der anderen Kleinen wird dies häufig neidisch zur Kenntnis genommen. Von einem Mehr an Intelligenz bei diesen Kindern kann jedoch nicht unbedingt die Rede sein. In der Regel wird dieses frühe Lernen der Buchstaben, Worte und ganze Textzeilen durch das Umfeld bestimmt.

Einige pädagogische Experten raten grundsätzlich davon ab, dass ein Kind vor dem ersten Schuljahr das Lesen oder Schreiben durch übungen beherrschen sollte. Besonders dann, wenn sich das Kind dazu gedrängt fühlt und sich hier nur dem Wunsch der Eltern beugen soll. Sie erkennen dann vielleicht die Wörter, doch der Sinn dessen, was sie bedeuten, entgeht ihnen ganz. Will das Kind von sich aus das Lesen lernen, ist gegen diesen Wunsch und frühe Begeisterung jedoch absolut nichts einzuwenden. Ein hilfreicher Tipp: Die Eltern sollten sich vorher bei der Schule in die der Nachwuchs eingeschult werden soll informieren, welche Methoden und Mittel dort zum Einsatz kommen. Oft werden auch in den Kindergärten Leseübungen und Vorbereitungen angeboten und gehören für die Vorschulkinder bereits zum Standardprogramm.

EIN KURZES FAZIT ZUM ENDE

Abschließend kann gesagt werden, dass es keinem Kind schadet, wenn es vor der Schulzeit den Umgang mit dem Geschriebenen beherrscht, sofern es das wirklich aus eigenen Stücken möchte. Bei jedem jungen Menschen hängt der Lernerfolg immer ein Teil von der Eigenmotivation ab. Was einem Kind Spaß macht und interessant ist, lernt es schnell. Verbindet es Angst oder andere negative Gefühle damit, kann das bis zur Verweigerung führen. Daher ist es von großer und entscheidender Bedeutung, dass genug positive Erfahrungen dem Kind vor und nach der Einschulung zuteil werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Schreiben, Rechnen, Lesen oder andere Lernthemen handelt. Bei diesen positiven Erfahrungen können die Eltern auf jeden Fall unterstützend mitwirken.

Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass heute zu Recht wieder mehr die Rolle des Lehrpersonals gefragt ist, den Schülerinnen und Schülern mit konkreter Anleitung in die Welt der Schrift einzuführen. Leider wird in unserer digitalen Welt das Lesen immer mehr als eine anstrengende Technik der Unterhaltung empfunden. PC-Spiele, Hörbücher, TV-Sendungen und einiges mehr verdrängen immer mehr die gedruckten Geschichten bei einem großen Teil der Lebensgestaltung. Heutzutage sind viele junge Eltern gar nicht mehr bereit, das Ritual des Vorlesens zu praktizieren. Teils wegen mangelnder Zeit und Ruhe, aber auch weil sie es selbst aus ihrer Kindheit nicht kennen.